Stand: 16. Juni 2010
Großbrand vernichtet Waldhaus am Franzosenhohl
ISERLOHN ▪ Ein Großbrand hat in der Nacht zu Montag das Restaurant „Waldhaus am Franzosenhohl“ am Iserlohner Danzweg völlig vernichtet. Nach Angaben von Feuerwehr-Pressesprecher Detlef Rutsch wurden die Einsatzkräfte gegen 1.50 Uhr alarmiert.

© Feuerwehr / Detlef Rutsch.
Das Waldhaus am Franzosenhohl ist nach einem Großbrand völlig zerstört.
Beim Eintreffen der Wehr stand der Gebäudekomplex bereits in hellen Flammen. „Zu retten war nichts mehr.“ Problematisch war die Wasserversorgung, denn die Menge aus dem Hydranten vor Ort reichte nicht aus, deshalb wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen und eine rund 1,4 Kilomter lange Leitung ins Tal gelegt. 50 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr waren im Einsatz, 20 waren gegen Mittag noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Eine Feuerwehrfrau verletzte sich bei dem Einsatz leicht an der Hand und konnte nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen. Weitere Personen kamen nicht zu Schaden.
Die Brandursache ist noch unbekannt, der Sachschaden liegt nach Polizeiangaben bei rund 500 000 Euro. Das nur 100 Meter entfernt liegende Literaturhotel Franzosenhohl war nicht gefährdet. Von dort hatte ein Gast die Feuerwehr alarmiert. - be
Iserlohn. Das „Waldhaus am Franzosenhohl“ ist am Montagmorgen in
Flammen aufgegangenen. Das Gebäude, vielen auch noch als „Waldhaus Graumann“
bekannt, war nicht mehr zu retten. Für die Einsatzkräfte stellte sich die
Versorgung mit Wasser als Problem dar. Eine Feuerwehrfrau wurde leicht
verletzt. Ich kann das gar nicht glauben, das ist wie im Film: Man schaut in ein
schwarzes Loch.“ Am Tag nach dem Brand des Restaurants „Waldhaus am
Franzosenhohl“, das vielen auch noch als das „Waldhaus Graumann“ bekannt sein
dürfte, steht Nina Gorree, Tochter der Wirtin Susanne Gorree, fassungslos vor
den Trümmern des elterlichen Betriebes. Gegen 4 Uhr morgens hatte ihre im
Urlaub weilende Mutter sie angerufen, seitdem herrscht Verzweiflung. Von der Drehleiter geht der Blick
ins Innere des abgebrannten "Waldhauses am Franzosenhohl" und bis in
die grüne Umgebung rund um das benachbarte Literaturhotel. Foto: Katja Hofbauer
Foto: IKZ Es war gegen 1.30 Uhr am frühen Montagmorgen, als ein Gast des
nahen Literaturhotels durch knisternde Geräusche geweckt wurde. Er nickte wohl
noch einmal kurz ein, bevor er auf den Balkon ging, um nachzusehen: Das
Flachdach des benachbarten Gebäudes stand in Flammen. Die telefonisch
informierte Hotelleitung rief die Feuerwehr, so dass kurz darauf neben der
Berufsfeuerwehr auch die Löschgruppen Stadtmitte, Obergrüne und Kesbern zum
Brandort eilten. Das Feuer fraß sich langsam aber sicher durch das alte Fachwerkgebäude und
den Anbau neueren Datums. Das Restaurant war zum Zeitpunkt des Brandes bereits
geschlossen. Das Haus wird seit einigen Wochen nicht mehr als Wohnung genutzt,
so dass Personen nicht unmittelbar gefährdet waren. Dass der Fachwerk-Bau samt Anbau nicht zu retten war, zeichnete sich für die
Feuerwehr zu einem frühen Zeitpunkt ab. Für die Einsatzkräfte in der Nacht
stand daher neben der schwierigen Löschwasserversorgung im Mittelpunkt, den
Brand kontrolliert ablaufen zu lassen. Die beiden benachbarten Häuser – das
Hotel Franzosenhohl und ein Privathaus – waren nicht gefährdet. Angesichts des
windstillen Wetters bestand auch nicht die Sorge, dass die Flammen auf den Wald
übergreifen. Eine Feuerwehrfrau wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt und
ins Krankenhaus gebracht. Bereits für die ersten Einsatzkräfte war offensichtlich, dass vor ihren
Augen ein Stück Iserlohn in Flammen aufgeht. Nachdem die Familie Graumann im
Jahr 1998 den renommierten Betrieb im Iserlohner Stadtwald abgegeben hatte,
versuchten sich in der Folge zwei Betreiber - eher erfolglos. Inzwischen hatte
sich das Restaurant unter der aktuellen Leitung von Susanne Gorree und Jochen
Rosenbusch seinen Platz in der Iserlohner Gastronomie-Szene zurückerobert und
dabei auch von der Nähe zum Literaturhotel profitiert. Das Gebäude befindet
sich ebenso wie das Literaturhotel Franzosenhohl heute im Besitz von Dr. Helmut
Holzhauer. Er und seine Ehefrau Gisela schliefen in ihrem angrenzende
Privathaus, als das Feuer im „Waldhaus am Franzosenhohl“ ausbrach. Sie
verfolgten das Geschehen sehr gefasst, bedauerten aber bereits, dass hier ein
Stück Iserlohner Tradition am Ende der Löscharbeiten wohl vollkommen zerstört
sein wird. Die Feuerwehr war in der Nacht mit zwei Löschzügen (70 Einsatzkräfte) vor
Ort, am Tage dann noch einmal mit zehn Einsatzkräften. Regelmäßig wurde auch am
Tag noch gelöscht, immer wieder tauchten neue Glutnester auf. Ins Gebäude
hinein durfte niemand mehr, es ist akut einsturzgefährdet. Wie
Brandoberinspektor Klaus Knust, der um 7.30 Uhr Brandamtmann Volker Noack
als Einsatzleiter ablöste, erklärte, wurde auch eine Wärmebildkamera
eingesetzt, um die verbliebenen Brandnester aufzuspüren. Die Löschgruppen
Letmathe und Stübbeken hielten Brandwache. Die Kriminalpolizeiuntersuchte das Haus unter anderem mit einem Spürhund.
Wie die Polizei am späten Montagnachmittag mitteilte, war es laut einem
Brandsachverständigen wahrscheinlich zu einem elektrischen Kurzschluss in einem
älteren Umverteilungskasten, der für den Gastraum zuständig war, gekommen. Das
wiederum löste einen Schwelbrand aus, der schließlich das Dach in Brand setzte. In der Nacht hatte vor allem die Versorgung mit Löschwasser für Probleme
gesorgt: Zwar befindet sich ein Hydrant unmittelbar hinter dem Waldhaus, doch
dessen Dimension reichte gerade aus, um mit einem einzigen C-Rohr gegen die
Flammen vorzugehen.
Löschwasser musste zunächst mit Tankwagen zur Brandstelle gefahren werden,
weil nur ein Hydrant wenig Wasser lieferte. Später wurden zwei Leitungen ins
Tal verlegt. Fotos: Josef Wronski Foto: IKZ So richtete die Feuerwehr zunächst einen Pendelverkehr mit
Tanklöschfahrzeugen der Löschgruppen Sümmern, Drüpplingsen und Hennen ein. Dann
wurden mit Schläuchen zwei Leitungen bis zu den Hydranten am Jazzclub
„Henkelmann“ und am Sportplatz in der Läger ausgelegt - eine mühsame und
zeitaufwändige Arbeit, denn 1,4 Kilometer mussten überbrückt werden.
Währenddessen übernahmen die Löschgruppen der Freiwlligen Feuerwehr Heide und
Bremke die Aufgaben auf der Feuerwache. Die Stadtwerke Iserlohn als Betreiber des Trinkwassernetzes erklärten auf
Anfrage, dass es sich am Waldhaus um einen normalen Hydranten an einer normalen
Trinkwasserleitung handele. „Durch die versorgungstechnischen Strukturen und
die exponierte Lage des Gebäudes ist die Bereitstellung von Löschwasser an die
physikalischen Grenzen gestoßen“, so Jürgen Richters, Abteilungsleiter Bau und
Betrieb. Einige Mitarbeiter der Stadtwerke unterstützten die Feuerwehr bei der
Löschwasserbereitstellung. Die Zukunft des Waldhauses am Franzosenhohl malt das Inhaber-Ehepaar Dr.
Helmut und Gisela Holzhauer bereits zum jetzigen Zeitpunkt keineswegs in
dunklen Farben. Erste Gedanken an einen Wiederaufbau hat die Familie
offensichtlich bereits angestellt, nachdem der erste Schock der Nacht
überwunden war. „Unser Hotel und unsere Veranstaltungen laufen prima, da können
wir doch auf die Gastronomie in der unmittelbaren Nähe gar nicht verzichten.“
ALTENA - Schwerer Schicksalsschlag für zwei in Altena sehr
beliebte Gastronomen: In der Nacht zu Montag ist „Das! Waldhaus“ am Danzweg in
Iserlohn abgebrannt. Es wurde von Susanne Gorree und Jochen Rosenkranz
betrieben. Beide waren zuvor viele Jahre lang Pächter des Windsack auf dem
Hegenscheid und hatten sich dort einen guten Namen erworben. Schon dort
schätzten die Gäste die gelungene Mischung aus gehobener Küche, aufmerksamem
Service und geschmackvollem Ambiente. Das Feuer war gestern Morgen gegen 1.30 Uhr von einem Gast des benachbarten
Literaturhotels entdeckt worden. Die Iserlohner Berufsfeuerwehr forderte sofort
die Unterstützung freiwilliger Kräfte unter anderem aus Kesbern an, konnte aber
gegen das bereits weit fortgeschrittene Feuer nichts mehr ausrichten. Ein
großes Problem stellte für die etwa 50 Einsatzkräfte die wegen der einsamen
Lage schwierige Löschwasserversorgung dar. - ben.
Traditionsgaststätte "Waldhaus am Franzosenhohl" zerstört
Gorrees sind abgebrannt

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oder per eMailinfo@waldhaus-franzosenhohl.de
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